Fibromyalgie (FMS)

Fibromyalgie – Es gibt Neuigkeiten

Seit dem Juni 2018 gibt es eine neue Überarbeitung des Klassifikationssystems für medizinische Diagnosen (ICD 11). Die Fibromyalgie ist nun als eine eigenständige Schmerzerkrankung anerkannt. Bisher wurde die Fibromyalgie zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises gezählt. Das führte in der Vergangenheit zu einer unbefriedigenden Situation für die Betroffenen (siehe unten).

Fibromyalgie Chinesische Medizin

 

Einige Informationen über Fibromyalgie

Beim Fibromyalgie Syndrom leiden Patienten unter Schmerzen in den Muskel und Sehnenansätzen. Häufig ist der gesamte Körper betroffen. Hinzu kommen Symptome wie Schlafstörungen, Erschöpfung oder Darmträgheit. Die Patienten sind häufig wetterfühlig, so dass die Beschwerden im Herbst und Winter zunehmen. Betroffen sind vor allem Frauen im Alter von 35 bis 55  Jahren.

Die Diagnose: Die Fibromyalgie wird auch als Weichteilrheuma oder Fibromyalgiesyndrom (FMS, Fasermuskelschmerz) bezeichnet. Steifigkeits- und Schwellungsgefühle in den Händen oder Füßen können Entscheidungskriterien für eine Diagnose sein. In der klassischen Medizin wurde die Schmerzempfindlichkeit früher an bestimmten Druckschmerzpunkten, den sogenannten Tenderpoints, getestet. Für eine Diagnose sind diese aber nicht mehr erforderlich.

Die Diagnosestellung ist schwierig und dauert häufig sehr lange: Röntgenbilder und Laboruntersuchungen geben keine Hinweise auf eine Erkrankung, und die Ursachen sind medizinisch ungeklärt.

Sehr oft bekommen die Patienten die Diagnose Fibromyalgiesyndrom erst nach vielen Jahren und häufigem Arztwechsel. Für die Betroffenen war die Situation in der Vergangenheit unbefriedigend. Sie fühlten sich nicht ernst genommen oder als Simulanten abgestempelt. Die Anerkennung der Fibromyalgie als eigenständige Schmerzerkrankung kann eine Verbesserung für die Patientensituation bedeuten.

Was bei Fibromyalgie helfen kann – unterschiedliche Möglichkeiten und Therapien

  • Psychotherapie – Häufig spielen psychische Konflikte bei der Fibromyalgie eine Rolle.

  • Akupressur – Die Chinesische Medizin hat ein anderes Verständnis von der Entstehung einer Schmerzerkrankung (z. B. Fibromyalgie) als die westliche Medizin. Sie versteht Schmerzen als energetische Störungen in einem Energie-Organ-System. Dieses Energiesystem besteht aus feinen Energiekanälen (Energieleitbahnen), den sogenannten Meridianen. Durch sie hindurch fließt die Lebensenergie (Qi). Beim Gesunden sind die Meridiane frei und durchlässig für den Qi-Fluss. Die Energie kann frei und gleichmäßig fließen, wenn ein harmonisches Gleichgewicht von Yin und Yang vorhanden ist. Laut Chinesischer Medizin ist alles Energie. Alle Erscheinungen des Lebens werden aus den Naturkräften Yin und Yang gebildet. Die Chinesische Medizin versucht mit der Arzneimitteltherapie, Qigong, Akupressur oder Akupunktur auf Energieungleichgewichte (Schmerzen) positiv einzuwirken. Hier gibt es weitere Informationen zum Thema Schmerzen und die Chinesische Medizin.

  • Qigong – ist ein Teilbereich der Chinesischen Medizin

  • basische Vollwertkost (Ernährung)

  • Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

  • Hypnotherapie (auch Hypnosetherapie)

  • angeleitete Fibromyalgiegruppen – Psychologe oder Arzt leitet die Gruppe

  • Unterstützung durch andere Betroffene: Aufgrund des hohen Leidensdrucks suchen sich viele Patienten Unterstützung in einer Selbsthilfegruppe. Der Austausch mit anderen betroffenen Menschen kann emotional entlasten und dadurch Leidensdruck verringern.

  • Bewegung in der Natur

  • Netzwerkarbeit – sich einen Freundeskreis aufbauen

    Martin Heckmann, Diplom-Psychologe, Heilpraktiker, Hamburg Eimsbüttel

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